Reiner Lorenz Mediation und Schlichtung

Einleitung

Konflikte sind menschlich – also normal. Jeder Mensch hat seinen individuellen Charakter, eigene Meinungen und Eigenheiten. Deshalb ist es normal, wenn es zu unterschiedlichen Wahrnehmungen, auch zu Missverständnissen und  - oft nur vermeintlichen – unterschiedlichen Interessen kommt. Im privaten Bereich wie auch im Berufsleben – also auch auf den Gebieten, die etwas mit dem Bauen oder den Bauten zu tun haben.

Mit Konflikten umzugehen ist nicht immer einfach. Doch muss nicht jeder Streit vor Gerichten ausgetragen werden.


Immer mehr gewinnt eine Alternative an Bedeutung: die Mediation. Sie ist eine anerkannte Form der  außergerichtlichen Konfliktbearbeitung, erspart daher teure und oft enttäuschende Gerichtsverfahren. Sie ist auch ein Beitrag zur Minderung von offenen und verdeckten Kosten, die durch ungelöste Konflikte entstehen können. 

Wenn zum Teil weit auseinander liegende Sichtweisen und Lösungsansätze, die zu einem Gegeneinander geführt haben, zu einem Miteinander führen sollen, dann ist es häufig notwendig, auf Dritte zurückzugreifen, die sich unparteiisch und professionell der Suche nach Lösungen annehmen. 

Wir sind in ein Netzwerk von Mediatoren eingebunden, denen Neutralität, Fairness und Gerechtigkeit eine unverzichtbare Grundlage für ihre Arbeit sind und die selbstverständlich umfassend ausgebildet wurden. Hintergrundwissen aus den Bereichen des Planens und Bauens schärft das Problembewusstsein, wenngleich die Tätigkeit des Mediators interdisziplinär ist.

Sollte es so sein, dass die Parteien aus besonderen Gründen nicht selber eine Lösung erarbeiten wollen oder können, dann können sie gemeinsam den unabhängigen Fachmann (bzw. die Fachfrau) auffordern, einen Lösungsvorschlag auszuarbeiten, der dann im Rahmen einer Schlichtung vorgetragen wird. Diesem schließen sich die Parteien dann an. Hierfür gelten eigene Regeln, die vorab vereinbart werden.